Wie aus Berichten bekannt wurde haben, Großkunden von OpenAI und Anthropic auf Grund von Bedenken zum Datenschutz Ihrer Daten bei den Firmen mehr Klarheit zum Umgang mit Ihren Internas im Rahmen der KI Nutzung.
Der Einsatz generativer KI nimmt auch in Unternehmen immer weiter zu. Gleichzeitig wächst die Frage, was mit vertraulichen Unternehmensdaten passiert, wenn Mitarbeiter KI-Systeme für ihre tägliche Arbeit einsetzen. Laut einem Bericht von „Tekedia“ haben einige Großunternehmen deshalb gegenüber KI-Anbietern wie Anthropic und OpenAI konkrete Bedenken geäußert. Teilweise werden inzwischen verbindliche Zusicherungen zum Umgang mit Unternehmensdaten verlangt. Andere Unternehmen wie z.B. Palantir, Nvidia, Booz Allen Hamilton schränken ein, welche KI-Modelle für bestimmte Aufgaben eingesetzt werden dürfen. Besonders kritisch ist die mögliche Verarbeitung von Geschäftsgeheimnissen, Kundendaten, internen Dokumenten oder geistigem Eigentum. Unternehmen wollen verständlicherweise vermeiden, dass solche Informationen außerhalb ihrer kontrollierten IT-Umgebung gespeichert oder für die Weiterentwicklung von KI-Systemen verwendet werden. Für zusätzliche Diskussionen sorgten Änderungen an den Richtlinien von Anthropic. Das Unternehmen erklärte, bestimmte Kundendaten würden gespeichert, um den Missbrauch seiner KI-Systeme zu erkennen und zu verhindern. Zusätzlich verlangen einige Unternehmen vertragliche und technische Garantien das folgende Voraussetzungen zu erfüllen: Kein Traning von Modellen mit den Daten, Keine dauerhafte Speicherung, Keine Auswertung zur Forschungszwecken in jegelicher Form. Bei einigen Kunden entstand dennoch die Sorge, dass dadurch sensible Informationen in entsprechende Datenverarbeitungsprozesse gelangen könnten. Aus diesem Grund soll z.B:
- Palantir soll von Anthropic eine unwiderrufliche Garantie für Zero Data Retention gefordert haben.
- Nvidia soll Anthropic-Modelle nur für weniger sensible Aufgaben einsetzen und für interne Arbeiten teilweise eigene Modelle verwenden.
- Booz Allen Hamilton soll den Einsatz eines kommerziellen Anthropic-Modells für proprietäre Cybersecurity-Arbeiten untersagt haben.
Der Hintergrund ist das Anthropic im Juni seine Richtlinien für sein Fable-Modell und erlaubte eine 30-tägige Speicherung von Nutzungsprotokollen zur Abwehr komplexer Angriffe. Dies sorgte bei einigen Kunden für zusätzliche Bedenken und die Auswertung von Metadaten der Anwender über deren Nutzerverhalten während der Anwendung.
Aber wie immer gibt es wenn 2 sich streiten immer einen lachenden dritten in diesem Fall Microsoft, der Konzern auf Redmond versucht die Verunsicherung zu nutzen und mach unter anderem gezielt Angebot über isolierte Cloud-Umgebungen im eigenen Rechenzentrum und eigene KI-Lösungen, bei denen Unternehmen mehr Kontrolle über Speicherort und Zugriff auf ihre Daten behalten sollen.
Für KMU bedeutet das: Nicht jede KI-Anwendung sollte automatisch für jede Aufgabe freigegeben werden. Gerade bei vertraulichen Informationen sollte vor der Nutzung geklärt werden, welche Daten verarbeitet werden, wo sie gespeichert werden, wie lange sie gespeichert bleiben und ob sie für das Training oder die Verbesserung von KI-Modellen verwendet werden dürfen. Sinnvoll ist deshalb eine klare KI-Nutzungsrichtlinie im Unternehmen. Darin sollte beispielsweise festgelegt werden, welche Informationen Mitarbeiter in öffentliche KI-Dienste eingeben dürfen und welche Daten grundsätzlich nicht dort verarbeitet werden dürfen. KI kann Unternehmen erheblich unterstützen – von der Texterstellung über die Recherche bis hin zur Automatisierung von Arbeitsabläufen. Entscheidend ist jedoch, dass der Einsatz kontrolliert erfolgt und Datenschutz, Vertraulichkeit und IT-Sicherheit von Anfang an berücksichtigt werden. Gerade für KMU gilt daher: KI-Nutzung sollte nicht nur eine Frage der Produktivität sein, sondern auch Teil der IT-Sicherheitsstrategie.
Die wichtigsten Fragen die sich KMU´s beim Einführung und dem Einsatz von KI stellen solten:
- Wo werden Daten gespeichert?
- Wie können Sie unwiederherstellbar zuverlässig gelöscht werden?
- Werden Kundendaten zum Training genutzt?
- Welche Sicherheitsmechanisem werden benutzt?
- Gibt es vertragliche Datenschutzgarantien?
- Wie geht man mit gesitigem Eigentum um?
- Welche Kontrolle gibt es über die Datenzugriffe?
Quelle: Tekedia Samuel Nwite
