
Sichere Passwörter sind in der heutigen Zeit das A und O.
Aber selbst wenn User alles richtig machen, kommt es auf Anbieterseite manchmal zu wirklich bemerkenswerten Sicherheitsmalheurs.
Einige davon wollen wir euch im Folgenden vorstellen.
Sie zeigen, wie schnell kleine Fehler große Folgen haben können und warum guter Passwortschutz allein nicht immer ausreicht.
Denn auch Unternehmen müssen ihre Systeme konsequent schützen und regelmäßig auf Schwachstellen überprüfen.
Der skandinavische E-Scooter-Anbieter Ryde wurde in der Nacht zum 2. August 2026 Opfer eines schweren Cyberangriffs. Unbefugte drangen in die Unternehmenssysteme ein und kopierten Daten aus sämtlichen Kundenkonten – insgesamt sind rund 4,5 Millionen Nutzer in Norwegen, Schweden, Finnland und Deutschland betroffen. Das Unternehmen bestätigte, dass der Zugriff kurz nach der Entdeckung blockiert wurde, die Ermittlungen zur genauen Ursache und zum Ausmaß des Angriffs laufen jedoch noch.
KI revolutioniert die Suche nach Sicherheitslücken: Sie macht bestehende Schwachstellen schneller sichtbar – für Verteidiger wie Angreifer.
Die Folge: Eine Flut an Patches überrollt Unternehmen. Allein im Juli 2026 veröffentlichte:
Oracle 1.449 Fixes für aktiv ausgenutzte Schwachstellen (+20 %).
Google schloss in zwei Chrome-Versionen 1.072 Lücken
Microsoft patchte 622 Schwachstellen – Rekordwerte.
Das BSI verzeichnete 2025 durchschnittlich 119 neue Lücken pro Tag (2024: 96), der KEV-Katalog der CISA wuchs auf 1.484
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) gehört heute zum Sicherheitsstandard – auch für kleine und mittlere Unternehmen. Sie erschwert unbefugte Zugriffe erheblich, bietet aber keinen vollständigen Schutz.
Denn Cyberkriminelle greifen zunehmend den Menschen an: mit Phishing, gefälschten Support-Anrufen, manipulierten Login-Seiten oder gezieltem Zeitdruck. So können Angreifer selbst gut geschützte MFA-Systeme umgehen.
Technik allein reicht nicht. Gerade für KMU sind Mitarbeitende häufig das Ziel von Phishing und Social Engineering. Ein einziger unbedachter Klick kann reichen, um Angreifern den Zugang zum Unternehmen zu ermöglichen.
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