Der skandinavische E-Scooter-Anbieter Ryde wurde in der Nacht zum 2. August 2026 Opfer eines schweren Cyberangriffs. Unbefugte drangen in die Unternehmenssysteme ein und kopierten Daten aus sämtlichen Kundenkonten – insgesamt sind rund 4,5 Millionen Nutzer in Norwegen, Schweden, Finnland und Deutschland betroffen. Das Unternehmen bestätigte, dass der Zugriff kurz nach der Entdeckung blockiert wurde, die Ermittlungen zur genauen Ursache und zum Ausmaß des Angriffs laufen jedoch noch.

Laut Ryde hängt der Umfang der betroffenen Informationen vom jeweiligen Kundenkonto ab.

Kopiert wurden unter anderem:

  • Kontaktdaten: Telefonnummern, E-Mail-Adressen -
  • Persönliche Daten: Geburtsdaten, teilweise Namen und Adressen (bei einer kleineren Gruppe von Nutzern)
  • Zahlungsinformationen: Die ersten sechs und letzten vier Ziffern der verwendeten Kreditkarten, Zahlungshistorie (z. B. Beträge, Daten von Transaktionen)
  • Nutzungsdaten: Informationen über Fahrten, Käufe und Gebühren

Nicht betroffen sind:

  • Vollständige Kreditkartennummern (diese werden nicht bei Ryde, sondern bei externen Zahlungsdienstleistern gespeichert)
  • Passwörter im Klartext (laut Unternehmen)
  • Detaillierte Standort- und Fahrverlaufsdaten (ausgenommen ist nur der Ort, an dem das Konto erstellt wurde)

Ryde hat umgehend reagiert:

  • Sperrung der betroffenen Systeme und Austausch von Passwörtern sowie kryptografischen Schlüsseln.
  • Meldung an Behörden:  Die norwegische Datenschutzbehörde Datatilsynet und die Polizei wurden informiert.
  • Benachrichtigung der Betroffenen: Kunden werden direkt kontaktiert, sofern ihre Daten betroffen sind.

 

Gefahren für Kunden durch gezielte Phishing-Angriffe

Auch wenn Sie von Ryde nicht angeschreiben wurden, empfehlen wir da die Untersuchungen noch im Gange ist folgende Sicherheitsmaßnahmen zeitnah umzusetzen:
Denn es ist zu vermuten das Trittbrettfahrer den Vorfall ausnutzen um Ihre Versuche an Ihre Daten zugelangen zu starten. Auch Ryde warnt vor einer zunehmenden Bedrohung: Angreifer nutzen reale Zahlungsinformationen – etwa korrekte Beträge, Zahlungsdaten oder die letzten vier Kartenziffern – um täuschend echte Nachrichten zu erstellen. Dadurch steigt das Risiko, dass Kunden auf Phishing-Versuche hereinfallen.

Konkrete Gefahren:

  • Datenklau:  Betrüger könnten durch gefälschte Anfragen an Passwörter, Einmalcodes oder BankID-Zugangsdaten gelangen.
    Finanzieller Schaden:  Denn die Weitergabe der Zahlungsinformationen kann zu unbefugten Transaktionen führen.

 

Grundsätzlich gilt:
Ryde und Banken  fragen niemals per Telefon, SMS oder E-Mail nach solchen sensiblen Daten. 

Sollten Sie solche E-Mails im Zusammenhang mit dem Vorfall erhalten, so sollten Sie eine Anzeige bei der Onliewache der Polizei erwägen 

 

Quelle: Veröffenlichung von Ryde am 05.08.2026